Berlinale 2010: Jury für die besten Debütfilme

Die Berlinale engagiert sich seit 2006 mit der Einführung des Preises für den Besten Erstlingsfilm noch intensiver für den Filmnachwuchs. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Das Preisgeld teilen sich Regisseur und Produzent des Preisträgerfilms. Zudem wird dem Regisseur ein hochwertiger „Viewfinder“ als nützliches Werkzeug und Erinnerungsstatuette überreicht.

Spielfilmdebüts aus den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Generation Kplus und 14plus sowie Debüts des Forums werden um den Preis konkurrieren. Die Gewinner werden am 20. Februar bei der offiziellen Preisverleihungsgala im Berlinale Palast bekannt gegeben.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Preisvergabe:

Michael Verhoeven (Deutschland) – Juryvorsitz

Michael Verhoeven, eine der prägenden Persönlichkeiten des deutschen Films, präsentierte 1967 sein Spielfilmdebüt Paarungen. Sein Antikriegsfilm O.K. führte 1970 zu einem Eklat unter den Berlinale-Wettbewerbsjuroren. Verhoeven, der seine eigene Produktionsfirma unterhält, hat eine Reihe viel beachteter Filme zur deutschen Vergangenheit gedreht, darunter Die Weiße Rose (1982) und Das schreckliche Mädchen (1990).  

Ben Foster (USA)

Ben Foster gehört zu den viel versprechendsten jungen Darstellern in Hollywood. Er spielte verstörte Teenager (Bang, bang, du bist tot, Six Feet Under), Comic-Helden (X-Men – Der letzte Widerstand) und launische Cowboys (Todeszug nach Yuma), und erhielt 2006 für seine Rolle in Nick Cassavetes‘ Alpha Dog den Young Hollywood Award. 2009 war er mit dem Drama The Messenger zu Gast im Berlinale Wettbewerb.

Lorna Tee (Malaysia)

Die Produzentin Lorna Tee ist eine bekannte Größe in der asiatischen Filmszene. 2005 übernahm sie bei Focus Films Hongkong Marketing und Vertrieb. Heute ist sie sowohl Geschäftsführerin des asiatischen Filmfonds Irresistible Films in Hongkong als auch Besitzerin ihrer eigenen Filmproduktion Paperheart (Malaysia). Mit Paperheart produzierte sie Rain Dogs, At The End of Daybreak und My Daughter.

Folgende Filme qualifizieren sich für den „Best First Feature Award“:

Wettbewerb (3)

Rompecabezas (Puzzle) von Natalia Smirnoff , Argentinien/Frankreich

Eu când vreau să fluier, fluier (If I Want To Whistle, I Whistle) von Florin Serban, Rumänien/Schweden

Shahada von Burhan Qurbani, Deutschland

Panorama (9)

Besouro von João Daniel Tikhomiroff, Brasilien

Bróder! (Broder!) von Jeferson De, Brasilien

Die Fremde (When We Leave) von Feo Aladag, Deutschland

Due vite per caso (One life maybe two) von Alessandro Aronadio, Italien

El mal ajeno (For The Good Of The Others) von Oskar Santos, Spanien

Propavshyi bez vesty (Missing Man) von Anna Fenchenko, Russische Föderation

Open von Jake Yuzna, USA

Red Hill von Patrick Hughes, Australien

Veselchaki (Jolly Fellows) von Felix Mikhailov, Russische Föderation

Forum (8)

Au revoir Taipei (Yī yè Tái běi) von Arvin Chen, Taiwan/USA/ Deutschland

Eine flexible Frau (The Drifter) von Tatjana Turanskyj, Deutschland

El vuelco del cangrejo (Crab Trap) von Oscar Ruíz Navia, Kolumbien/ Frankreich

Imani von Caroline Kamya, Uganda/Schweden

The Man Beyond the Bridge (Paltadacho Munis) von Laxmikant Shetgaonkar, Indien

One Day (Yǒu yī tiān) von Hou Chi-Jan. Taiwan

Our Fantastic 21st Century (Neo-wa na-eui i-shib-il-seki) von Ryu Hyung-ki, Republik Korea

Portrait of the Fighter as a Young Man (Portretul luptătorului la tinerețe) von Constantin Popescu, Rumänien

Generation Kplus (2)

Knerten von Åsleik Engmark, Norwegen

Bestevenner (Rafiki) von Christian Lo, Norwegen

Generation 14plus (1 oder 2)

Retratos en un mar de mentiras (Portraits In A Sea Of Lies) von Carlos Gaviria, Kolumbien

Sebbe** von Babak Najafi, Schweden

** Der mit ** gekennzeichnete Film qualifiziert sich nicht mehr, falls er beim Göteborg IFF (29.1. – 8.2.10) einen Preis gewinnen sollte.

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Über Konrad Kögler

In unserem Kulturblog schreibt /e-politik.de/ – Autor Konrad Kögler Rezensionen über Film, Theater, Lesungen, Gespräche, Kabarett, Konzerte, Oper und Tanz. Außerdem gibt es auf dem Twitter-Account @daskulturblog Hinweise auf Lesenswertes in Feuilletons und politischen Magazinen.

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