„Enemy“: Jake Gyllenhaal und sein Doppelgänger

Jake Gyllenhaal als Hauptdarsteller in einer Literaturverfilmung des Nobelpreisträgers José Saramago – das klingt vielversprechend. Enemy des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve entpuppt sich jedoch leider als nur mittelmäßiger Psychothriller. Ihm ist überdeutlich anzumerken, dass er David Lynchs Filmsprache und surrealen Bildwelten nacheifern will, diese Fußstapfen sind aber offensichtlich zu groß.

Die Story über einen Geschichtslehrer, der in einem Video plötzlich seinen Doppelgänger (ein drittklassiger Schauspieler in einer kleinen Nebenrolle) erkennt, leidet unter zu dick aufgetragener Spannungs-Musik an unpassenden Stellen und einer Spinnen-Metapher als Leitmotiv, die nicht aus der Romanvorlage stammt und wohl gruselig und rätselhaft wirken sollte. Diese penetrant auftauchende Spinne führt aber nur dazu, dass der Film an der Selbstparodie des Psychothriller-Genres vorbeischrammt.

Enemy läuft seit dem 22. Mai 2014 in den Kinos: Webseite zum Film

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Über Konrad Kögler

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