„Her“: Wo die Liebe hinfällt

Spike Jonze ist für ungewöhnliche Filme bekannt, die sich wie Being John Malkovich kreativ und spielerisch vom Hollywood-Mainstream abheben. In dieser Woche startet sein neuer Film Her in den deutschen Kinos, der gerade mit dem Oscar für das Beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.

Die Grundidee ist vielversprechend: Der einsame Nerd Theodore Twombly (gespielt von Joaquín Phoenix), der in kargen Agentur-Räumen Liebes-Briefe im Auftrag seiner Kunden verfasst, verliebt sich in das neue Betriebssystem seines Smartphones. Die Weiterentwicklung von Siri kann nicht nur in Windeseile Emails scannen oder die Zahl der Bäume auf einem Gebirgszug exakt angeben, sondern tastet sich auch an die Welt der Gefühle heran. Das Betriebssystem nennt sich Samantha und wird im Original von Scarlett Johansson gesprochen.

In den knapp zwei Stunden werden dann leider recht wenige Funken aus dieser Konstellation geschlagen: die Handlungsstränge sind teilweise recht erwartbar, auch einige Längen sind nicht zu vermeiden. Das Plus des Films sind einige witzige Dialoge und der gelungene Soundtrack von Arcade Fire.

Her startet am 27. März 2014 in den Kinos.

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Über Konrad Kögler

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