„The Monuments Men“: George Clooney ausgebuht

Am Samstag reiste George Clooney zur Gala-Premiere seiner Ein-Mann-Show The Monuments Men an: Er ist nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Regisseur, Produzent und Co-Drehbuchautor dieses Weltkriegs-Dramas aus Hollywood.

Die knapp zwei Stunden ertrinken in Pathos, unterlegt mit süßlicher Musik und lahmen Witzchen. Seinen Kumpel Matt Damon quält Clooney mit einer Nebenrolle als New Yorker Kurator, der sich mit seinen mangelnden Französisch-Kenntnissen abmüht und von seinen Gesprächspartnern regelmäßig zu hören bekommt: Sprechen Sie bitte einfach Englisch!

Nur Cate Blanchett gibt dem Film als Claire Simon (Mitarbeiterin eines Museums im von Nazis besetzten Paris und Unterstützerin der Résistance) etwas Format.

Fazit: Bei der Presse-Vorführung gab es nicht mal höflichen Schluss-Applaus, sondern nur Buh-Rufe. Schade, dass Clooney den hohen Erwartungen nicht gerecht wurde. Die wahre Geschichte einer amerikanischen Spezialeinheit, die 1943-45 europäische Kunstschätze sichern sollte, hätte eine bessere Verfilmung verdient, meinte auch Christiane Peitz im Tagesspiegel.

The Monuments Men lief am 7. Februar außer Konkurrenz im Berlinale-Wettbewerb und startet am 20. Februar in den deutschen Kinos.

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Über Konrad Kögler

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