Maledivas „Schnee auf Tahiti“

Malediva haben mal wieder in ihr Wohnzimmer, das tipi am Kanzleramt, eingeladen, um ein neues Programm einzuladen. Wirklich neu ist Schnee auf Tahiti nicht: Die Dialoge und liebevoll arrangierten Lieder sind natürlich frisch aus Florian Ludewigs Feder, der Tetta Müller und Lo Malinke seit Jahren begleitet.

Ansonsten kommt dem Publikum aber vieles bekannt vor: Die Idee, vor dem Konsumstress, dem Besuch der lieben Verwandten und der allgegenwärtigen Weihnachtsstimmung zu fliehen, kennen wir schon aus ihrem Lebkuchen-Programm. Dieses Original ist – wie sooft – auch lustiger und vielseitiger als die aktuelle Kopie. 

In allen Variationen kennt man auch die bissigen Bemerkungen und Sticheleien, mit dem sich das Paar seit Jahren auf den Bühnen traktiert. Hier wurde auch wenig Überraschendes und Neues zu dem bekannten Strickmuster hinzugefügt.

Ärgerlich war, dass ein Gag fast komplett aus einem früheren Programm kopiert war: die beiden Kleinkünstler qualmen mal wieder demonstrativ auf der Bühne herum und lästern dabei über die Raucher im Saal, die aus Brandschutz- und Nichtraucherschutzgründen ihrer Sucht nicht nachgehen dürfen.

Bei Schnee auf Tahiti handelt es sich um einen schwächeren Abend im sehenswerten Gesamtwerk Maledivas. Die passionierten Fans bekommen die erwartete, leider etwas routinierte Dosis an giftigen Pärchen-Zickereien und Chansons. Das nächste Programm hat aber hoffentlich wieder mehr Esprit zu bieten.

Malediva

Das tipi am Kanzleramt

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Über Konrad Kögler

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