Homers „Odyssee“ mit Laiendarstellern am Jungen DT

Sehr viele junge Gesichter gab es in den Kammerspielen des Deutschen Theaters bei Uli Jäckles Inszenierung von Homers Epos Odyssee: der Zuschauerraum war voll mit Teenagern und Schulklassen, die leider für Unruhe durch ständiges Rascheln und Tuscheln sorgten. Auf der Bühne waren ausschließlich Laienschauspieler zu erleben, die Jüngste kam zum Schlussapplaus mit ihrem Stofftier, die ältesten Protagonisten waren bereits im Seniorenalter.

Diese bunte, generationenübergreifende Laienschar hatte eine sehr freie Adaption des Stoffes einstudiert, die in ihrem frischen Zugriff auf den Mythos offensichtlich die Zielgruppe ansprach, wie der Schlussapplaus zeigte. Vom Tonband wurden zwischen den Szenen Gedankenfetzen über das Warten, auseinandergerissene Familien und abwesende Väter eingespielt, so dass die Motive in die Lebenswelt der Jugendlichen übertragen wurden.

Alles in allem ist diese Arbeit des Jungen DT  als interessanter Versuch zu bewerten, neue Zielgruppen und zukünftige Generationen von Abonnenten oder Stammgästen an das Theater heranzuführen.

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Über Konrad Kögler

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